Stranded.

Und schon wieder ist einiges passiert in den letzten Tagen. Nachdem am Samstag Abend die australische Rugby Mannschaft gegen Neuseeland verloren hat, weiß ich nicht mehr so recht, ob die Aussies denn wirklich so gut drin sind. Auf dem Feld waren sie eher alles andere als toll. Sehr nett beim schauen im Grand Casiono war, dass es eine sehr friedliche Stimmung war mit ungefähr gleich viel Aussie, wie auch NZ-Fans. Wobei gefühlt dann doch mehr NZ-Fans da waren. Ich bin gespannt auf die kommenden Spiele und erst Recht auf ein typisches Aussie Football Game.

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Wohnungssuche
Die gute Nachricht: Ich habe jetzt eine einigermaßen gute Unterkunft hier in Melbourne gefunden. Das sogar zu einem günstigen Preis.

Wie ihr ja nun seit meinem letzten Beitrag wisst, ist es ein wenig schwierig eine Wohnung zu finden. Ungefähr 8 Leute kenne ich selbst, die noch keine Wohnung/Zimmer gefunden haben. Bei Jungs kommt es auch noch auf ein kleines Detail an: prefered gender: female.
Habe mal eine Google Maps Karte eingerichtet, damit ihr mal ein Gefühl dafür bekommt, wo ich war, bin und studiere. grün = Greenhouse Backpacker Hostel ; i = Swinburne, Campus Hawthorn, gelb = neues zu Hause

Melbourne auf einer größeren Karte anzeigen

Bei der Wohnungssuche in Melbourne kann man unterscheiden zwischen

  • House Sharing
  • FlatSharing
  • Room Sharing

was aber preislich nicht unbedingt einen Unterschied macht. Natürlich sind die Room Sharing Möglichkeiten meist am günstigsten. Nachteil liegt aber daran, dass man so gut wie keinerlei Privatsphäre hat. Die Größe der Zimmer werden meist nicht benannt oder nur mit small/medium/large angegeben. Wobei das eher ein geschätzter Wert ist und man letztendlich nicht weiß, wie groß (in qm) es wirklich ist. Wie wahrscheinlich in jeder Stadt, ist es auch in Melbourne der Fall: Je näher man in der Innenstadt wohnen möchte, desto teurer wirds. Aber selbst die nah an der Innenstadt liegenden Stadtteile haben es preislich in sich. Weiterer Unterschied zu der WG-Suche in Deutschland: Die Miete wird pro Woche und nicht pro Monat angegeben. Liegt einfach daran, dass die Mietsverhältnisse hier sehr viel schnelllebiger sind als in Deutschland. Das hat mit den vielen Auslandsstudenten und aber auch mit den Backpackern zu tun. Es kann auch vorkommen, dass zwar eine bestimmte Miete im Inserat angegeben wurde, dann aber vor Ort bei der Besichtigung noch ein paar Zehner an Rechnungen dazu kommen (Elektrik, Gas, Internet, PayTV, etc.)
Ich kann nun nicht alle Preisklassen in den einzelnen Stadtteilen nennen, aber um euch mal ein Gefühl dafür zu geben, von was ich spreche:
220$/Woche = ca. 152€ = ca. 608€ pro Monat
150$/Woche = ca. 103€ = ca. 412€ pro Monat
120$/Woche = ca. 83€ = ca. 332€ pro Monat
Und es geht gerade Richtung Innenstadt schon an die 300-500$/Woche. Wer das zahlen kann und will ist mir nach wie vor ein Rästel. Ich habe nun nach ungefähr sieben Besichtigungen eine der unteren Preiskategorie gefunden. Von mir aus fährt direkt vor der Haustüre die Tram bis zu meinem Campus. Für ein Monatsticket der Zone 1 darf ich dann auch so ca. 100$ hinlegen. Für glückliche, die hier über das Exchange-Programm hier studieren, ist es günstiger. Die erhalten eine sog. “Concession Card” und können damit den günstigeren Metrotarif einlösen. Den Study Abroad-Studenten, die ja eh schon alles selbst aus eigener Tasche zahlen, ist der Vorzug einer “Concession Card” nicht erlaubt. Zur letzteren Kategorie gehöre ich. Ob und welches Metroticket man sich dann kaufen möchte, ist jedem selbst überlassen und fließt somit bei der Berechnung für die maximale Miete und Standortwahl mit ein.

Auf jeden Fall bin ich sehr gespannt, wie es sich die erste Nacht im neuen Heim schläft und ob ich nicht doch noch zu Ikea muss, um mir das schlafen angenehmer zu machen. Meine drei Mitbewohnerinnen scheinen auf jeden Fall nett zu sein, auch wenn die eine immer durch mein Zimmerchen muss, um in ihres zu gelangen.
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Kein Foto gibts von meinem Interneträumchen. Da nur in den beiden Zimmer vorne raus Internetempfang von dem Modem gegenüber ist, darf ich mich in den Vorraum des Hauseingangs setzen. Die kleine Heizung versucht derweilen die Kälte aus den Wänden zu ziehen.

Vom Hostel hab ich auch nochmal Fotos gemacht, nur nicht vom tollen 6er-Zimmer und dem Bad. Tipp an alle die mal ins Greenhouse gehen und in Level 3 landen: Geht einfach zu Level 4 und ihr könne schön warm duschen 🙂
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Orientation Week
Am Montag hat an der Swinburne die Orientation Week angefangen. Letztendlich sind es nur zwei Tage. Der vergangene Montag und der morgen noch ein wenig. Am Montag ging der Tag von 9-16Uhr an dem alle Campi teilnehmen mussten/durften. Besonders und berauschend war er nicht. Es wurde ein wenig was über Australien, Melbourne und Swinburne erzählt. Also der kultur und das wir das allerbeste herausgesucht haben. Ist klar. Neben der Einschreibung, meinem ersten australischen Essen (die Würste sind wirklich nicht so lecker hier) und den ganzen Lobpreisungen gab es auch ein kleiner Aussie-Slang-Einführung. Da kamen dann so Begriffe vor wie:

  • Mate
  • Sickie
  • Blue
  • G’day
  • No worries
  • Barbie
  • Pint
  • Thongs

um mal nur ein paar zu nenen.
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Das wars eigentlich auch schon. Ich bin sehr gespannt auf den morgigen Tag, der Einführung in die Fakultät Business and Enterprise.

Zum Abschluss dann nochmal eine Runde Fotos von meinem zweiten Gang an den St. Kilda Beach:
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